Baugeschichte

Schützgasse 16

Ehem. Walke und Volkshaus

Hier entstand 1772 der Walchplatz (Walke) des bürgerlichen Strumpfstrickerhandwerkes hinter der Karlauer Kirche, durchzogen „von einem alten Gang der Mur“. Das anschließende KPÖ-Volkshaus, auch Veranstaltungszentrum, das KPÖ-Bildungszentrum und die Spielstätte „Drama Graz“ (künstlerischer Leiter war der 2017 verstorbene Ernst Marianne Binder) sind hier daheim. Kaum jemandem wird es bewusst sein, dass die vielen Grazern bekannten Einrichtungen in diesem Teil von Gries eine fast 250 Jahre dauernde industrielle Vergangenheit haben. 1915 Papierwarenfabrik Mary Mill Plentl, Westermann-Seeburg & Co., 1941 Steyr-Daimler-Puch. 1948 zogen hier der Österreichische Volksverlag und die Redaktion der KPÖ-Zeitung „Die Wahrheit“ ein, 1949 erfolgt ein Umbau des Fabriksgebäudes in eine Druckerei. 1954 bis 55 wurde ein Saal eingebaut und an die Druckerei angebaut. In 3 m Tiefe wurden damals die Reste eines „Ringofens“ gefunden und eine Fayence-Tasse aus der Mitte des 19. Jhs, bezeichnet „Dietrich & Reinholz“, Gratz (ehem. Steingutgeschirrfabrik, heute Vinzenz-Muchitsch-Straße 10).

P. Laukhardt



Schützgasse 16
8010 Graz
Steiermark
Österreich
47.0586, 15.43273


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Ehem. Fabriksanlagen am Mühlgang 2016 (google)

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Eingang zum "Drama" 2017

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